In der Vergangenheit war die Nachverfolgung physischer Vermögenswerte in als gefährlich eingestuften Umgebungen mit einem erheblichen technischen Engpass verbunden: Kommerzielle Mobilgeräte durften keine explosionsgefährdeten Bereiche betreten, ohne eine Explosionsgefahr zu verursachen. Infolgedessen waren Chemieanlagen und Offshore-Anlagen in hohem Maße auf Papierprotokolle angewiesen, was zum Verlust von Inspektionsaufzeichnungen, zu Übertragungsfehlern und zu Verzögerungen bei der Wartung führte.
Heutzutage verzichten Sicherheitsbeauftragte und Beschaffungsteams zunehmend auf papierbasierte Notlösungen. Durch den Einsatz zertifizierter mobiler Technologie können Betriebe Anlagendaten in Echtzeit direkt an der Maschine erfassen und so die Funktionsweise von Enterprise-Asset-Management-Systemen (EAM) und computergestützten Instandhaltungsmanagementsystemen (CMMS) grundlegend verändern.
Beseitigung der Identifikationslücke durch kontaktloses RFID und NFC
Bevor Wartungsdaten erfasst werden können, benötigt eine Anlage eine eindeutige, fälschungssichere digitale Identität. Gedruckte Barcodes auf Papier werden häufig unlesbar, wenn sie mit Fett oder Schlamm verschmutzt sind, während das Eingeben langer Seriennummern beim Tragen schwerer Arbeitshandschuhe häufig zu menschlichen Fehlern führt.
Robuste RFID- und NFC-Tags (Radio Frequency Identification bzw. Near Field Communication) lösen dieses Problem. Werden diese Tags an Anlagen ausgesetzt, die hohen Drücken und Temperaturen (HPHT) ausgesetzt sind – wie beispielsweise Bohrrohre oder Chemikalienbehälter –, gewährleisten sie die Identifizierung der Anlagen auch dort, wo sich physische Etiketten auflösen.
| Aufgabe im Bereich Vermögensverwaltung | Herkömmlicher manueller Ansatz | Atexxo Mobile Workflow |
| Anlagenidentifizierung | Manuelle Eingabe von Kennzeichnungen oder visuelle Barcode-Prüfung | Berührungsloses RFID-/NFC-Scannen durch das Ex-Gehäuse |
| Überprüfung der chemischen Sicherheit | Durchsuchen von Papierordnern in Kontrollräumen | Sofortiger NFC-Scan, der das 16-teilige Sicherheitsdatenblatt direkt auf dem Gerät anzeigt |
| Zustandsüberwachung | Subjektive Sichtprüfungen oder verzögerte Begutachtungen | Geräteintegriertes LiDAR-3D-Punktwolken-Raumscanning |
| Dokumentation von Mängeln | Handschriftliche Notizen und statische Fotos | KI-stabilisierte Videoaufnahmen und computergestützte Bildgebung bei schlechten Lichtverhältnissen |
| Datenbanksynchronisation | Manuelle Dateneingabe in Stapeln erst Stunden später | Echtzeit-Cloud-Synchronisierung über privates 5G und Wi-Fi 7 |
Mithilfe eines von Atexxo umgerüsteten Smart-Geräts tippen Techniker einfach auf das Anlagenetikett, um sofort die vollständige Wartungshistorie, offene Arbeitsaufträge oder das Sicherheitsdatenblatt (SDB) direkt auf dem Bildschirm aufzurufen.
KI-gestützte Sichtprüfungen und thermische Diagnostik
Die Identifizierung einer Anlage ist nur der erste Schritt; die Dokumentation ihres genauen physischen Zustands erfordert fortschrittliche optische und verarbeitungstechnische Fähigkeiten. Moderne computergestützte Fotografie verwandelt routinemäßige Begehungen in automatisierte diagnostische Inspektionen.
- Bewegungsstabilisierte Bildübertragungen: Das Begehen schmaler Laufstege oder vibrierender Plattformdecks führt häufig zu verwackelten, unlesbaren Inspektionsaufnahmen. Die KI-gestützte Bewegungsstabilisierung gleicht Bewegungsunschärfen in Echtzeit aus und liefert so klare Videoaufnahmen für technische Auswertungen außerhalb des Standorts.
- Computergestützte Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen: Die Erkennung von Mikrorissen oder Flüssigkeitsaustritt im Inneren dunkler Pumpenhäuser erfordert fortschrittliche Optik. Computergestützte Nachtmodi fügen mehrere Belichtungen zusammen, um feine strukturelle Details sichtbar zu machen, ohne dass sperrige externe Lampen erforderlich sind.
- Integrierte thermische Inspektionen: Durch den Anschluss zusätzlicher Wärmebildsonden über Bluetooth oder USB-C können Techniker Schalttafeln, Lagerbaugruppen und Füllstände von Behältern auf thermische Anomalien überprüfen und überhitzte Komponenten erkennen, noch bevor Alarme ausgelöst werden.
Um festzustellen, welche mobile Erfassungstechnologie am besten zu den spezifischen Anforderungen Ihrer Einrichtung passt, nutzen Sie bitte unser interaktives Auswahltool unten:
Einsatz von LiDAR-Scans für digitale Zwillinge und die Bauwerksüberwachung
Während RFID identifiziert, um welche Anlage es sich handelt, und Fotos dokumentieren, wie sie aussieht, ermittelt integriertes LiDAR mit einer Genauigkeit im Zentimeterbereich, wo sie sich im 3D-Raum befindet.
Durch das Aussenden schneller Laserimpulse zur Messung exakter Entfernungen erstellt der in Smartphones integrierte LiDAR während routinemäßiger Begehungen dichte 3D-Punktwolken der Anlageninfrastruktur:
- Prüfung der strukturellen Durchbiegung: Erkennen Sie Setzungen des Fundaments, Verschiebungen der Behälterwände oder strukturelle Verformungen an alternden Offshore-Plattformen, lange bevor visuelle Verformungen sichtbar werden.
- 3D-Bestandsdokumentation: Erfassen Sie objektive Punktwolken von neu verlegten Rohrleitungen. Durch die Überlagerung mehrjähriger 3D-Scans werden strukturelle Verschiebungen, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind, sofort sichtbar gemacht.
- Volumenberechnungen vor Ort: Berechnen Sie Lagerbestände, Aushubmengen und das Fassungsvermögen von Prozessbehältern bei Bedarf, sodass das Warten auf externe Vermessungsteams entfällt.
Mithilfe von Hochgeschwindigkeits-WLAN 7 oder privaten 5G-Netzwerken können Außendienstteams diese detaillierten 3D-Raumdaten direkt in zentrale Digital-Twin-Plattformen übertragen, ohne den Gefahrenbereich verlassen zu müssen.
Konsolidierung Ihres Inspektionsfuhrparks mit Atexxo Manufacturing
Das Mitführen mehrerer Einzweckgeräte – wie beispielsweise eines speziellen Barcode-Lesegeräts, einer separaten Digitalkamera und eines schweren Wärmebildscanners – führt zu einer starken Abnutzung der Hardware und erhöht die Anschaffungskosten.
Bei Atexxo Manufacturing bündeln wir diese Arbeitsabläufe in einem einzigen Unternehmensterminal. Indem wir führende Smart-Hardware – wie beispielsweise das Apple iPhone 17 Pro Max – in einem zertifizierten explosionsgeschützten Gehäuse unterbringen, bieten wir eine All-in-One-Lösung für das Anlagenmanagement, die für ATEX-Zonen 1 und 21 zugelassen ist.
Unsere Gehäuse sind so konstruiert, dass RFID- und NFC-Funksignale, LiDAR-Laserimpulse und Kameraoptiken ungehindert funktionieren können, sodass Ihre Außendienstmitarbeiter Zugang zu modernsten mobilen Werkzeugen haben und gleichzeitig absolute Explosionssicherheit gewährleistet ist.
Häufig gestellte Fragen
Funktioniert das Scannen mit RFID und NFC durch ein explosionsgeschütztes Atexxo-Gehäuse hindurch einwandfrei?
Ja. Atexxo-Gehäuse werden präzisionsgefertigt aus Materialien, die RFID- und NFC-Funkfrequenzen ungehindert durchlassen, sodass Techniker mit RFID-Tags versehene Anlagen und Behälter mühelos scannen können, ohne das Gehäuse öffnen zu müssen.
Wie genau ist das LiDAR eines Smartphones für das industrielle Anlagenmanagement?
Der integrierte LiDAR-Scanner des Smartphones bietet im Nahbereich eine räumliche Genauigkeit von ca. 1 cm. Dies ist außerordentlich effektiv für die Überprüfung von Strukturverschiebungen, die Abgleichprüfung von Rohrleitungen mit dem Bestandsplan sowie für volumetrische Bestandsberechnungen im Rahmen der täglichen technischen Aufgaben vor Ort.
Warum ist eine Echtzeit-CMMS-Synchronisation besser als die batchweise Dateneingabe am Schichtende?
Die Echtzeit-Synchronisation über privates 5G oder Wi-Fi 7 beseitigt die stundenlangen Datenverzögerungen, die bei papierbasierten Protokollen auftreten. Sie stellt sicher, dass Sicherheitswarnungen, Mängelberichte und Bestandsaktualisierungen sofort unternehmensweit sichtbar sind, wodurch doppelte Arbeitsaufträge vermieden und die Reaktionszeiten bei der Instandhaltung verkürzt werden.