Die Zuordnung einer falschen Sicherheitsklasse zu einem mobilen Gerät macht Betriebsprüfungen ungültig und birgt katastrophale Zündrisiken in explosionsgefährdeten Verarbeitungsumgebungen. Bei Atexxo Manufacturing unterstützen wir Betriebe bei der Einordnung in die ATEX- und IECEx-Zonenklassifizierungen, um sicherzustellen, dass die Teams vor Ort mit konformer, leistungsstarker mobiler Hardware ausgestattet sind.
Die geografische Verteilung von Anlagenrisiken: Gas- versus Staubzonen
Industrieumgebungen werden anhand des Zustands des potenziellen Brennstoffs – brennbare Gase oder brennbarer Staub – sowie der Häufigkeit seines Vorkommens kategorisiert.
| Gaszone | Staubzone | Expositionshäufigkeit | Jährliche Dauer | Eignung von Smartphones und praktische Umsetzbarkeit |
| Zone 0 | Zone 20 | Dauerbetrieb / Langzeitbetrieb | > 1.000 Stunden/Jahr | Aufgrund der strengen Ex-ia-Leistungsgrenzen für moderne Smartphones nicht praktikabel. |
| Zone 1 | Zone 21 | Gelegentlich | 10 bis 1.000 Stunden pro Jahr | Der wichtigste operative Maßstab für die Einführung mobiler Lösungen in Unternehmen. |
| Zone 2 | Zone 22 | Seltener / ungewöhnlicher Fehler | < 10 Stunden/Jahr | Geringe Risikoschwelle; für gängige Hardware weitgehend verfügbar. |
Warum Zone 1 und Zone 21 den optimalen Einsatzbereich darstellen
Umgebungen der Zone 0 und Zone 20 (wie beispielsweise das Innere eines Kraftstofflagertanks oder einer Dampfrückgewinnungsanlage) stellen dauerhafte Gefahren dar, da dort mehr als 1.000 Stunden pro Jahr explosionsfähige Atmosphären herrschen. Um die Eigensicherheit (Ex ia) für Zone 0 zu erreichen, muss die elektrische Energie so streng begrenzt werden, dass der Betrieb moderner Mikroprozessoren, hochauflösender Displays und Mobilfunkgeräte praktisch unmöglich ist.
Damit sind Zone 1 (Gas) und Zone 21 (Staub) der eigentliche Maßstab für den Einsatz mobiler Technologie. Zone 1 und Zone 21 umfassen Bereiche, in denen während des normalen Tagesbetriebs gelegentlich explosive Atmosphären auftreten – wie beispielsweise bei Pumpenanlagen, Probenahmestellen, Abfüllstationen und Pulvermahlanlagen.
Durch die Entwicklung explosionsgeschützter Umrüstungen für führende kommerzielle Smartphones bietet Atexxo Manufacturing die hohe Rechenleistung, die professionelle Optik und die LiDAR-Fähigkeiten, die für die Arbeit vor Ort erforderlich sind, und gewährleistet gleichzeitig die vollständige Einhaltung der Sicherheitsvorschriften in diesen zentralen Einsatzbereichen.
Erläuterung der Zweizonen-Zulassungen und des Staubschutzes nach IP68
Bei der Überprüfung von Geräteschildern sehen Sicherheitsbeauftragte häufig durch Schrägstriche getrennte Kennzeichnungen wie „Zone 1/21“ oder „ATEX-Kategorie II 2G/2D“. Diese Angabe bedeutet, dass das Gerät sowohl für Atmosphären mit brennbaren Gasen (2G) als auch für Atmosphären mit brennbarem Staub (2D) doppelt zertifiziert ist.
Es ist wichtig zu beachten, dass eine Gaszertifizierung nicht automatisch den Einsatz in staubhaltigen Umgebungen zulässt:
- Gasschutz (Ex d / Ex i): Der Schwerpunkt liegt auf der Begrenzung elektrischer Energie oder der Eindämmung thermischer Zündung.
- Staubschutz (Ex t): Beruht auf physikalischer Abschirmung. Leitfähige Stäube (wie beispielsweise Magnesium- oder Aluminiumpartikel der Gruppe IIIC) können in nicht abgedichtete Gehäuse eindringen, Mikroschaltkreise überbrücken und Kurzschlussbrände auslösen.
- Die IP68-Vorgabe: Jedes Gerät, das in einer Staubzone eingesetzt wird, muss die Schutzart IP68 aufweisen, um zu gewährleisten, dass das Gehäuse vollständig staubdicht ist.
Ist ein Gerät lediglich als 2G gekennzeichnet, verstößt der Einsatz in einem Prüfraum für brennbaren Staub gegen die Sicherheitsvorschriften, selbst wenn die Zonennummer übereinstimmt.
Der strategische Vorteil der Flottenstandardisierung
Gemäß den ATEX- und IECEx-Konformitätsvorschriften können Geräte, die für Umgebungen mit höherem Risiko zertifiziert sind, stets sicher in Zonen mit geringerem Risiko eingesetzt werden. Ein Gerät mit der Zoneneinstufung 1/21 ist uneingeschränkt für den Einsatz in Bereichen der Zone 2 und Zone 22 zugelassen.
Die Standardisierung Ihrer gesamten mobilen Flotte auf die von Atexxo doppelt zertifizierten iPhone-Umrüstungen für Zone 1/21 bietet klare betriebliche Vorteile:
- Verhindert versehentliche Verstöße gegen Vorschriften: Techniker können nahtlos zwischen Gaskorridoren, Mischstationen und Pulverhandhabungsräumen wechseln, ohne die Hardware austauschen zu müssen.
- Vereinfacht die Flottenlogistik: Reduziert den Verwaltungsaufwand, da keine separaten Artikelnummern für Geräte der Zone 2 und Zone 21 mehr nachverfolgt werden müssen.
- Macht Anlagenmodernisierungen zukunftssicher: Stellt sicher, dass die Hardware auch dann vollständig konform bleibt, wenn Anlagenumbauten in Zukunft die Grenzen der klassifizierten Zonen erweitern.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet die Kennzeichnung „Zone 1/21“ auf einem Atexxo-Gehäuse?
Der Schrägstrich weist auf eine doppelte Sicherheitszertifizierung hin: Zone 1 für brennbare Gase, Dämpfe und Nebel sowie Zone 21 für Umgebungen mit brennbarem Staub. Dies ist der Branchenstandard für mobile Geräte, die in gemischten Produktionsanlagen eingesetzt werden.
Kann ein Atexxo-zertifiziertes iPhone der Zone 1 in einem Bereich der Zone 2 verwendet werden?
Ja. Gemäß den Explosionsschutzstandards kann Hardware, die für einen Bereich mit höherem Risiko (Zone 1) ausgelegt ist, stets sicher in einem Bereich mit geringerem Risiko (Zone 2) eingesetzt werden. Ein Gerät, das ausschließlich für Zone 2 zugelassen ist, darf jedoch niemals in eine Zone-1-Umgebung gelangen.
Warum können moderne Smartphones nicht für Umgebungen der Zone 0 zertifiziert werden?
Zone 0 erfordert die Eigensicherheit nach Ex ia, die den elektrischen Strom und die Oberflächenwärme so streng begrenzt, dass der Betrieb moderner Multi-Core-Prozessoren, hochauflösender Kameras und Mobilfunkmodule die zulässigen Energiegrenzen überschreitet.