In weitläufigen Chemiewerken und auf Offshore-Plattformen sind isoliert arbeitende Techniker dem ständigen Risiko ausgesetzt, durch den Kontakt mit giftigen Gasen, Stürze aus der Höhe oder Zusammenstöße mit Maschinen plötzlich handlungsunfähig zu werden. Wenn ein Mitarbeiter bewusstlos ist, versagen herkömmliche manuelle Kontrollmaßnahmen, weshalb die automatisierte, sensorgesteuerte mobile Überwachung zum Goldstandard für Notfallmaßnahmen in Gefahrenbereichen geworden ist.
Das Versagen manueller Kontrollrufe und des automatisierten Sicherheitsnetzes
Sich darauf zu verlassen, dass Techniker sich alle 30 Minuten melden, führt zu gefährlichen Betriebsverzögerungen und administrativem Aufwand. Wenn ein Mitarbeiter Schwefelwasserstoff ($H_2S$) einatmet oder stürzt, kann er weder ein Funkgerät in die Hand nehmen noch einen Touchscreen bedienen, um Hilfe anzufordern.
Moderne Unternehmens-Smartphones, auf denen eine Software zum Schutz allein arbeitender Mitarbeiter (LWP) im Hintergrund läuft, machen den Einsatz von Personal überflüssig, indem sie mithilfe interner Beschleunigungsmesser und Gyroskope kontinuierlich die räumlichen Bewegungen analysieren:
- Aufprallerkennung: Erkennt plötzliche Beschleunigungen, gefolgt von heftigen Verzögerungen, und löst nach einem Sturz sofort einen Notfall-Countdown aus.
- Überwachung der Bewegungslosigkeit: Erkennt längere Zeiträume völliger Inaktivität und löst automatisch einen Alarm aus, wenn ein Mitarbeiter bewusstlos oder eingeklemmt ist.
- Taktile Panikauslöser: Ermöglichen es bei Bewusstsein befindlichen Mitarbeitern, über spezielle physische Tasten sofort einen SOS-Alarm auszulösen – selbst beim Tragen schwerer Schutzhandschuhe.
Hochpräzise Ortung in Innenräumen in Umgebungen mit hohem Stahlanteil
Die Kenntnis, dass sich ein allein arbeitender Mitarbeiter in Not befindet, nützt nichts, wenn Rettungskräfte seinen genauen Standort innerhalb eines riesigen, mehrstöckigen Prozessturms nicht lokalisieren können. Da GPS-Satellitensignale dicke Stahlkonstruktionen oder Betongewölbe nicht durchdringen können, müssen Anlagenbetreiber mehrschichtige Ortungsstrategien einsetzen.
| Ortungstechnologie | Räumliche Genauigkeit | Optimale Umgebungsbedingungen | Betriebliche Überlegungen |
| GPS für den Outdoor-Einsatz | 5 bis 10 Meter | Lagerplätze im Freien und offene Rohrbrücken | Funktioniert in Innenräumen nicht; hoher Batterieverbrauch |
| BLE-Beacons | 1 bis 3 Meter | Mehrstöckige Anlagenstrukturen und Innenbereiche | Erfordert Zone-1-zertifizierte Beacons im Abstand von jeweils 10–15 m |
| WLAN-Ortung | Raum / Etage | Große, offen gestaltete Lagerhallen | Nutzt die vorhandene Infrastruktur; mäßige Genauigkeit |
| Ultrabreitband (UWB) | Unter 1 Meter (< 1 Meter) | Enge Maschinenplattformen und beengte Korridore zwischen den Behältern | Ermittelt die genaue Entfernung zu bestimmten Anlagen |
Um zu erfahren, wie automatisierte Notfallabläufe die Rettungszeiten bei einem Vorfall verkürzen, nutzen Sie bitte unseren interaktiven Simulator unten:
Warum umgerüstete Smart-Geräte herkömmliche industrielle Handhelds übertreffen
Herkömmliche „eigensichere“ Handhelds leiden häufig unter kleinen Akkus, langsamen Prozessoren und ungeschützten Ladeanschlüssen, die korrodieren, wenn sie aggressiven Chemikalien wie Ammoniak oder Salznebel ausgesetzt sind.
Bei Atexxo Manufacturing beheben wir diese Sicherheitslücken durch die Entwicklung zertifizierter explosionsgeschützter Gehäuse für Flaggschiff-Smartphones wie die neuesten Apple-iPhones und ermöglichen so den sicheren Einsatz von Spitzenhardware in ATEX-Umgebungen der Zone 1 und Zone 21:
- Dauerhafte Akkulaufzeit während der Schicht: Hochleistungsakkus in Kombination mit energieeffizienten Prozessoren ermöglichen den kontinuierlichen Betrieb der LWP-Hintergrundüberwachung über 12-Stunden-Schichten hinweg, ohne dass der Akku leer wird.
- Versiegeltes kabelloses Laden: Die Unterstützung des kabellosen Ladens nach MagSafe- und Qi2-Standard durch das Atexxo-Gehäuse ermöglicht es, das Gerät dauerhaft versiegelt zu halten, wodurch verhindert wird, dass korrosive Gasnebel die Ladekontakte angreifen.
- Sofortiges SOS über eine physische Aktionstaste: Techniker können Notrufe allein durch Tastenkontakt über die anpassbare physische Taste auslösen und so die Navigation über den Touchscreen in Stresssituationen vermeiden.
- 3D-LiDAR-Kartierung nach einem Vorfall: Nach einem Sicherheitsvorfall können Ermittler den bordeigenen LiDAR-Scanner nutzen, um räumliche Punktwolkenmodelle des Unfallortes für behördliche Prüfungen und die Ursachenanalyse zu erfassen.
Häufig gestellte Fragen
Wie verhindern automatische Man-Down-Sensoren Fehlalarme?
Wird ein Schwellenwert für einen Aufprall oder Bewegungsstillstand erreicht, löst das Gerät einen lokalen Voralarm-Countdown mit lautem akustischem Signal und haptischem Feedback aus. Dies gibt dem Techniker ein konfigurierbares Zeitfenster (in der Regel 15 bis 30 Sekunden), um den Alarm abzubrechen, falls er das Telefon lediglich fallen gelassen hat oder sich kurz entfernt hat.
Warum ist eine versiegelte kabellose Ladefunktion für Geräte von Alleinarbeitern in Chemiewerken von entscheidender Bedeutung?
Freiliegende Ladeanschlüsse und Gummistopfen stellen in Umgebungen mit Schwefelwasserstoff, Chlor oder Salznebel erhebliche Schwachstellen dar. Das kabellose Laden über ein Atexxo-Gehäuse sorgt dafür, dass das Smartphone zu 100 % gegen korrosive Dämpfe abgedichtet bleibt, wodurch die physische Unversehrtheit und die elektrische Sicherheit über Jahre hinweg gewährleistet sind.
Kann ein Smartphone für Endverbraucher ohne Schutzhülle zur Ortung von Alleinarbeitern in Zone 1 verwendet werden?
Nein. Das Mitbringen eines nicht zertifizierten Consumer-Smartphones in einen nach ATEX oder IECEx klassifizierten Bereich verstößt gegen strenge Betriebssicherheitsvorschriften und birgt erhebliche elektrische Zündgefahren. Das Smartphone muss in einem zertifizierten, explosionsgeschützten Gehäuse untergebracht sein, das von Spezialisten wie Atexxo Manufacturing entwickelt wurde.